Cyclocross

cyclocrossEs gibt eine neue Trendsportart, das Cyclocross. Bei diesem Radsport geht es zuweilen schon einmal etwas härter zur Sache. Die Teilnehmer fahren mit ihren Mountainbikes auf einer unbefestigten Strecke. Der Unterschied zum klassischen Mountainbiken oder Downhill-Biken besteht in erster Linie im Material, denn die sehr stabilen Rennräder müssen einiges aushalten.

Die Cyclocross-Strecke

Der Rundkurs des Cyclocross ist meistens nur etwa zwei oder drei Kilometer lang und führt durch Wald- und Feldwege. Das Rennen selbst dauert nur eine Stunde. Die Strecke ist gekennzeichnet durch sehr steile und enge Wege, welche die Teilnehmer ab und zu zum Absteigen zwingen. Und das ist beim Cyclocross auch durchaus erlaubt, ganz im Gegensatz zu anderen Radsportarten.

Die Geschichte des Cyclocross

Das klassische Cyclocross oder auch Querfeldeinrennen kommt ursprünglich aus Frankreich. An der französischen Riviera machten sich die Radfahrer um das Jahr 1899/1900 für die kommenden Rennen fit, indem sie querfeldein mit ihren Bikes fuhren. So bauten sie genügend Kondition und Kraft für die kommende Fahrradsaison auf. Sinn der Übung war nicht das Zurücklegen vieler Kilometer, sondern eben der Aufbau von Kondition. Irgendwann fanden die Biker Spaß an dieser Form des Fahrradfahrens und so entstand das heutige Cyclocross.

Im Jahr 1950 fanden in Paris die ersten Cyclocross-Rennen statt. Auch einige deutsche Rennradfahrer wie Klaus-Peter Thaler und Rolf Wolfshohl konnten schon einen Weltmeistertitel im Cyclocross verzeichnen. Heute ist das Querfeldeinrennen besonders im Winter bei Mountainbikern sehr beliebt, denn die Strecken, die sonst befahren werden, sind bei Eis und Schnee einfach zu gefährlich.

Das Material der Cyclocross-Bikes

Eines sei gleich gesagt: Cyclocross ist nicht ganz ungefährlich. Ebenso wie beim klassischen Mountainbiken ist das Verletzungsrisiko enorm groß. Die Strecken führen über Wald- und Feldwege. Wurzeln und Steine führen häufig zu Stürzen und zuweilen sehr schweren Verletzungen. Gut beraten sind also Biker, die gleich auf die richtige Ausrüstung setzen.

Das Cyclocross-Bike ist ein sehr stabiles Mountainbike. Die Reifen brauchen ein gutes Profil, der Rahmen sollte leicht, aber dennoch sehr stabil sein. Wie auch beim klassischen Downhill-Biken ist eine gute Federung das A und O. Die Preise für ein Cyclocross-Bike gehen bei rund 800 Euro los, wer aber wirklich gutes Material will, der sollte eher bei 1 500 Euro anfangen.

Zudem ist eine gute Schutzkleidung sehr wichtig. Ein Helm ist Pflicht beim Cyclocross, ebenso wie ein Rückprotektor und wasserabweisende Kleidung. Bei der Auswahl der passenden Bekleidung hilft ein Berater in einem Fachgeschäft. Ebenfalls unerlässlich sind rutschfeste Handschuhe und gutes Schuhwerk.

Gut zu wissen

Cyclocross ist eine echte Randsportart, denn sie steht zwischen den Jahreszeiten. Im Sommer sind die Strecken nicht anspruchsvoll genug, im Herbst und Winter fehlen aufgrund des schlechten Wetters die Zuschauer. Zudem ist der Bekanntheitsgrad von Cyclocross eher gering, denn ausschließlich das belgische Fernsehen überträgt Rennen. Das liegt vor allem daran, dass der Sport von Belgiern dominiert wird. Des Weiteren verstehen viele Zuschauer nicht, dass beim Cyclocross das Tragen des Bikes erlaubt ist. Denn es kann schon mal vorkommen, dass die Biker nicht mehr durch den Schlamm kommen und das Bike tragen müssen. Also gilt beim Cyclocross der altbekannte Spruch: wer sein Fahrrad liebt, der schiebt.

Ein Hinweis noch zum Schluss:

Liebe Funsportler,

egal für welche lustige Sportart ihr euch entscheidet, bitte achtet auch die entsprechende Kleidung und den nötigen Schutz!

 

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