Tejo

Tejo

luis perez

Tejo gehört zu einer sehr außergewöhnlichen Sportart, die wir euch aber nicht vorenthalten wollen. Ursprünglich stammt es aus Südamerika, wo es von den Indianern erfunden wurde. Heute wird es in Ecuador und Venezuela gespielt. In Kolumbien ist es sogar seit dem Jahr 2000 eine Nationalsportart.

Beim Tejo wird es manchmal ganz schon laut, denn wer das Ziel genau trifft, der bringt kleine Taschen aus Schwarzpulver zum Explodieren. Eine sehr explosive Mischung, dennoch ist Tejo in erster Line ein sehr geselliges Spiel.

Tejo und seine Spielregeln

Der Namensgeber ist das Tejo selbst, eine Scheibe aus Eisen. Das Ziel ist eine goldene Platte in 19,5 Metern Entfernung. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, das Tejo in einen rund 13 cm großen Ring zu werfen, den Bocin. Er liegt genau in der Mitte der Platte. Um den Bocin herum liegen vier der Mechas, die mit Schwarzpulver gefüllten Taschen, die im besten Falle explodieren, wenn ein Spieler sie trifft.  Der Tejo wiegt insgesamt 1,5 Kilogramm, so wird das zielgenaue Treffen nochmals schwieriger.

Seit dem Jahr 2000 ist Tejo in Kolumbien sogar zum Nationalsport geworden, was besonders die Brauereien freut. Beim Spiel selbst wird vor allem Bier getrunken und die Brauereien in der Regionen haben sich deshalb zu den größten Sponsoren des Sports entwickelt. Schon vor über 500 Jahren spielten die Indios in Kolumbien Tejo, jedoch hieß es früher „Turmequé“. Heute findet man in den umliegenden Regionen in Bogotá, Beyocá und Cundinamarca ganze Tejo-Anlagen.

Während einem Tejo-Spiel können die Teams mit ihren Würfen einen, drei, sechs oder neun Punkte erzielen. Trifft keines der Teams den Ring aus Metall, so bekommt das Team einen Punkt, dessen Tejo näher am Ring liegt. Drei Punkte und eine laute Explosion gibt es, wenn ein Team einen der vier Mechas trifft, die um den Metallring herum liegen. Schafft es ein Team, den Tejo in die Mitte des Metallrings zu werden, bekommt es sechs Punkte. Neun Punkte erhalten die Teams, wenn sie nicht nur ein Mecha zum explodieren bringen, sondern auch das Tejo im Ring liegen bleibt.

Tejo-Varianten

Wer Tejo zum ersten Mal spielt, der kann mit der Mini-Variante beginnen. Hier ist das Ziel nur rund 13 entfernt. So lassen sich die Mechas schneller zur Explosion bringen. Das klassische Tejo ist deutlich schwieriger und die Wahrscheinlichkeit ein Mecha zu treffen ist für ungeübte Spieler sehr gering. Die Spielregeln besagen weiterhin, dass das Tejo ruhig durch die Luft fliegen muss, das ist bei einem Gewicht von 1,5 Kilogramm nicht immer ganz einfach.

Die Sportart ist in Kolumbien gerade deshalb so beliebt, weil sie Ausdauer und Kraft fördert. Das gesellige Zusammensein ist das i-Pünktchen. Dennoch ist um 23 Uhr Schluss, denn die ständigen Explosionen stören die Nachbarn.

Auf unserem Blog findet ihr viele weitere lustige Sportarten, die euch – hoffentlich – etwas Abwechslung in die Freizeit bringen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>